Altlasten / Gefährdungsbeurteilung

Aufgrund der Entwicklung der Gesetzgebung mit der dazugehörigen Rechtsprechung ist es heute für potentielle Grundstückserwerber, für Grundstückseigentümer, deren Grundstück gewerblich genutzt wird, aber auch für Grundstücksverkäufer und Immobilienmakler von zunehmender Bedeutung, wie die Grundstücksobjekte unter dem Aspekt der Umweltschutzgüter (Boden, Luft, Wasser) bewertet werden.

Bei unvollständiger oder unzureichender Kenntnis des Ist-Zustandes obengenannter Schutzgüter und unklaren Vertragsformulierungen können öffentliche und privatrechtliche Haftungsansprüche gegen den Käufer/Verkäufer mit erheblichen Kosten für eine Sicherung oder Sanierung der Altlast entstehen.

 

Wir differenzieren die Altlastuntersuchungen in länderspezifische Erkundungs- und Untersuchungs-programme von Altablagerungen sowie branchenspezifische Untersuchungen auf Grundstücken aktiver oder auch stillgelegter Produktionsstätten (Altstandorte).

Ein weiterer Schwerpunkt, der thematisch vergleichbar bearbeitet wird, sind Gefährdungsanalysen und gegebenenfalls Sanierungen von Unfällen mit wassergefährdenden Stoffen. Gefährdungsanalysen an Baumaterialien und Gebäuden/Arbeitsstätten (sick-building-syndrom) werden unter bekannten humantoxologischen Gesichtspunkten durchgeführt.

gbm verfügt über eine Vielzahl von Feldmessgeräten, durch deren Einsatz die Erkundung wesentlich effizienter gestaltet werden kann und häufig eine Kosteneinsparung durch Reduzierung der fremdbe-auftragten, chemischen Analytik in staatlich anerkannten und akkreditierten Labors erzielt wird.

1. Altablagerungen / Altstandorte

Da die Vorgehensweise bei Altablagerungs- bzw. Altstandorterkundungen (Feststellung einer Altlast) vergleichbar ist, werden nachfolgend die beiden Themenkomplexe dargestellt:

  • Beratung und Antragstellung für Finanzierungshilfen / Beratung zu rechtlichen Grundlagen
  • Projektierung, Untersuchungsplanung
  • Kostenermittlung für die einzelnen Untersuchungsschritte · Durchführung von historischer Er-kundung (Befragungen, Datenrecherche bei Ämtern, Archiven etc., multitemporale stereos-kopische Luftbildauswertung, Begehung, 1. Gefährdungsanalyse)
  • Sicherheits- und Gesundheitspläne für Arbeiten in kontaminierten Bereichen nach BGR 128 und Baustellenverordnung, Stellung von Koordinatoren für den Arbeitsschutz nach vorge-nannter berufsgenossenschaftlicher Richtlinie und gesetzlicher Verordnung
  • Geopyhsikalische Erkundungen wie Magnetik, Georadar, Geoelektrik etc.
  • Orientierende Untersuchung und Detailuntersuchung (oberflächennahes Gasmessraster, Rammkernsondierung, Ausbau von Gaspegeln, Ausschreibung, Vergabe und Qualitätsüber-wachung der Errichtung von Grundwasser- und Bodenluftbeobachtungsbrunnen, Probenahme von Grundwasser- und Bodenluftpegeln und -brunnen, Ausschreibung und Vergabe von Ana-lytik in staatlich anerkannten Laboratorien, EDV-gestützte Auswertung der Feld- und Analy-senergebnisse, Einsatz von Expertensystemen (Grundwassermodelle, Stofftransportmodelle, etc.), schadstoffbezogene Ermittlung zur Gefährdung der einzelnen Schutzgüter (Boden, Wasser, Luft, Fauna und Flora, Lebewesen), Gefährdungsanalyse
  • Sanierungs- und Genehmigungsplanung (pnematische Bodenluftsanierung, Abriss- und Aus-kofferungsarbeiten, hydraulische Grund- und Sickerwassersanierung etc. - siehe auch Objekt-planung)
  • Sanierung / Sicherung (Bauausführungsplanung, Ausschreibungen, Bauleitung oder Ober-bauleitung, Qualitätssicherung, Dokumentations- und abfallrechtliche Überwachung)
  • Entsorgungs- und Verwertungsmanagement entstandener kontaminierter Böden, Bauschutt, Filtersysteme etc. · Rückbaukonzepte und Flächenrecycling

2. Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen

Zur Sicherung und/oder Sanierung bei Unfällen mit wassergefährdenden Stoffen können folgende Untersuchungsschritte durchgeführt werden:

  • Gefährdungsabschätzung, Projektierung, Organisation von Sofortmaßnahmen (auch als Ge-neralunternehmer)
  • Baustellen-/Sanierungsleitung
  • Entsorgungs- und Verwertungsmanagement für kontaminierte Böden, Bauschutt etc.
  • Schlussdokumentation

3. Sick-building-Syndromuntersuchungen

Bei Sick-building-Syndromuntersuchungen können folgende Untersuchungsschritte durchgeführt werden:

  • Beratung
  • Projektierung und Kostenermittlung
  • Feststoff-Probenahme von Baustoffen oder Möbeln, Entnahme von Staubproben, Raum-luftmessungen mit Schnelltestverfahren oder GC-PID, Raumluft-Probenahme auf Sorp-tionsträger
  • Analytik in staatlich anerkanntem Labor
  • Gefährdungsabschätzung unter Berücksichtigung von MAK-, BAT-, TRK-Werten und empfoh-lenen Werten vom BGA oder Verbänden
  • Sanierungsempfehlung